Projektinformationen

Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg

Projektleitung 
Prof. Dr. Tobias Scheytt

Laufzeit
1.10.2018 – 31.5.2020

Projektwebseite

Infothek

Auf der KoBF-Infothek finden Sie die thematisch sortierten Ergebnisse der Begleitforschungsprojekte.

Webinare

Am 13.9.2019 fand ein Webinar zum Thema "Wie wirkt Qualitätsmanagement?" statt.
Die Aufzeichnung des Webinars steht Ihnen hier zur Verfügung. 

Wie wirkt Qualitätsmanagement?

Transfervorhaben zum Projekt "WirQung – Die Organisation des Qualitätsmanagements"

Sind Studium und Lehre an Hochschulen über Qualitätsmanagement (QM) steuerbar? Wie wirksam sind die vom institutionalisierten QM ergriffenen Maßnahmen und was beeinflusst die Wirkung und Wirksamkeit? Diesen Fragen widmet sich das Projekt „WirQung: Die Organisation des Qualitätsmanagements – Wirkmechanismen und Wirksamkeit organisationaler Ansätze in Studium und Lehre“.

Die Forschungsergebnisse zeigen, dass es keine einheitliche Antwort auf die Fragen geben kann, geschweige denn einen „one best way“, Qualitätsmanagement zu organisieren. Insbesondere die organisationalen Rahmenbedingungen und kontextabhängigen Dynamiken wie z.B. Kommunikationsstrukturen, das Verhältnis zu Hochschulleitung und Fachbereichen oder das Aufgabenbündel und die Reputation der QM-Abteilung innerhalb der Hochschule beeinflussen in erheblichem Maß, ob und wie QM in Hochschulen wirkt. Zu beachten sind auch die Nebenwirkungen, die durch das Agieren des institutionalisierten QM induziert werden, so auch kontraproduktive Effekte wie etwa vielfältiger Widerstand gegen Interventionen des institutionalisierten QM. Übliche Steuerungsformen des Managements, wie sie aus dem Bereich der Privatwirtschaft bekannt sind, sind in Hochschulen nur bedingt anwendbar. Stattdessen rücken beteiligungsorientierte, dezentrale und kontextsensitive – d.h. die Besonderheiten der jeweiligen Fachdisziplinen und kulturellen Besonderheiten des Organisationstyps Hochschule berücksichtigende – Steuerungspraktiken in den Fokus. Die Grenzen und Herausforderungen des QM liegen dabei insbesondere in der kompetenten Einbeziehung von Hochschulmitgliedern, und hier insbesondere der Lehrenden, in Entwicklungs- und Implementierungsprozesse.

Das Forschungsprojekt „WirQung“ endete in 2018. Mit dem daran anschließenden Transfervorhaben „WirQTra“ (2018-2020) sollen nicht nur die gewonnenen Erkenntnisse der Praxis präsentiert werden; vielmehr ist mit dem Transfer ein Konzept zur Selbstbefähigung nach dem Prinzip der „helfenden Beziehung“ (Edgar Schein) verbunden: Gestützt und angeleitet vom Forscher/innenteam arbeiten Teilnehmende aus dem dezentralen und zentralen QM über knapp ein Jahr an einer eine Sachfrage aus ihrem beruflichen Kontext und entwickeln in wechselseitiger, kollegialer Beratung Lösungsansätze. Die Fälle kreisen vor allem um Fragen nach der organisationalen Dynamik, durch die die Interventionen seitens des institutionalisierten QMs beeinflusst werden. Schlussendlich soll durch die kollegiale Beratung die Etablierung dauerhafter Netzwerke von QM-Professionals möglich werden, die selbsttragend über das Ende des Projekts hinaus weiterbestehen.